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Erfahrungsberichte

OrbitLingua in Orbetello/Toscana
Per la seconda volta: grammatica e vacanze

Wie schnell ein Jahr vergehen kann, merkt man erst, wenn man wieder beim Packen der Koffer ist, um eine Reise nach Italien anzutreten.
Meine Entscheidung, wo ich heuer zwei Wochen verbringe, um einen Sprachkurs zu besuchen, stand eigentlich schon lange fest. Wie im vergangenen Sommer, habe ich mich für die Lagunenstadt Orbetello in der südlichen Toskana entschieden.
Seit meiner Rückkehr im vorigen Jahr, hatte ich mit dem Direktor der Schule OrbitLingua Marco di Agostino aber auch mit meiner Lehrerin Valentina regelmäßigen Kontakt. Immer wieder betonten sie in den vielen E-Mails, die wir uns schrieben, wie sehr sie sich freuen würden, mich wieder in Orbetello in Empfang nehmen zu können.
So startete ich meine Reise am Samstag, dem 27. August 2011 um 23:37 Uhr mit dem Nachtzug in Richtung Rom. Dort pünktlich angekommen, ging es wiederum mit dem Zug weiter bis ich endlich gegen 12 Uhr den Bahnhof in Orbetello erreichte. Nach einer herzlichen Begrüßung von Valentina, wurde ich von ihr in meine Wohnung gebracht, die ich auch schon voriges Jahr bewohnte. Während der Fahrt ins „centro storico“ wo sich die Wohnung befand, merkte ich, dass sich nichts verändert hatte. Ich fühlte mich gleich wie zu Hause.
Wie üblich wartete am ersten Schultag ein Einstufungstest auf mich. Dieser erfolgte bei mir mündlich, um festzustellen, welche Gruppe für mich geeignet wäre. So landete ich schließlich in einer Gruppe mit weiteren vier Teilnehmern. Wir verbrachten vier Stunden in der Schule: von 9 bis 13 Uhr. Im Unterricht lasen wir Zeitungsartikel, beschäftigten uns mit einfachen literarischen Werken und disku-tierten darüber. Die Konversation stand im Mittelpunkt. Aber auch grammatische Elemente wurden behandelt.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Wie schon im vorigen Jahr organisierte die Schule auch heuer Exkursionen, welche aber nicht verpflichtend waren. Da ich schon fast alle kannte, nahm ich nicht an jeder teil. Stattdessen verbrachte ich den Nachmittag am Strand und genoss die Sonne und das Meer. Ein fixer Termin war die Fahrt mit einer Fähre zur Isola del Giglio. Eine traumhafte Insel gegenüber der Halbinsel Monte Argentario.
Alles hat ein Ende. Dieses kam für mich viel zu früh und so näherte sich mit großen Schritten der 10. September, der Tag der Abreise. Nach einer herzlichen Verabschiedung ging es auf in die Heimat, welche ich gegen 22 Uhr erreichte.
Alles in allem waren es herrliche zwei Wochen. Dennoch reifte in mir der Gedanke, nächstes Jahr einen Ort zu besuchen, den ich noch nicht kenne. Einmal etwas Neues zu erkunden. Herausfordernd für mich ist es, in eine Region zu reisen, die etwas im „tieferen Italien“ liegt. Wo man eine gewisse Basis, sogenannte Grundkenntnisse der Sprache beherrschen sollte. Gerade so ist man gezwungen zu sprechen und man ist erstaunt über sich selbst, dass man die italienische Sprache doch nicht so schlecht beherrscht.
Ein herzliches Danke an Frau DDolm. Trude Graue und Frau Anita Lenz, die die „Sprachkurse in Italien“ betreuen, die Interessenten auch beraten und für Mitglieder der Dante Alighieri Gesellschaft Klagenfurt auch immer wieder Stipendien zur Verfügung stellen. 

Klagenfurt, im Oktober 2011

Thomas SPITZ