705

Erfahrungsberichte

Istituto Il David (Florenz)

Schon lange trugen wir (Waltraud Truntschnig und  Frieda Trink) den Traum in uns, einmal für längere Zeit nach Florenz zu fahren, dort eine Sprachschule zu besuchen und diese wunderbare Stadt genauer zu erkunden. In den letzten zwei Juniwochen dieses Jahres verwirklichten wir dieses Vorhaben. Beide besuchten wir schon seit einiger Zeit einen Italienisch-Kurs der Dante Alighieri Gesellschaft in St. Veit/Glan und hatten somit das Rüstzeug, uns der Stadt, in der man diese wunderbare Sprache spricht, anzuvertrauen.

Mit Hilfe der Dante Alighieri Gesellschaft Klagenfurt und besonderer Unterstützung von Frau Anita Lenz, suchten wir unter den vielen Angeboten an Sprachschulen die uns am sympa-thischste aus; es war das „Istituto Il David“. Mitbestimmend war natürlich auch, dass wir als Mitglieder der Dante Alighieri Gesellschaft Klagenfurt und Kursteilnehmer eine Ermäßigung von 50% der Kurskosten an dieser Schule erhielten. Die Anmeldung ging dann über Computer ganz einfach vor sich und als Wohngelegenheit, die auch über die Anmeldung bei der Schule vorgenommen wurde, machten wir eine „prenotazione di due camere singole nello stesso appartamento condiviso con uso di cucina“. Gefahren sind wir mit der Bahn, und das war eine kluge Entscheidung, denn eine Parkgelegenheit für ein Auto in Florenz zu finden ist eine fast unmögliche Angelegenheit. Außerdem konnten wir alle Wege innerhalb der Stadt zu Fuß zurücklegen, auch jeden Tag zu Fuß zur Schule gehen.

Am ersten Schultag wurden per Fragebogen unsere Kenntnisse der Sprache getestet, damit man uns in die richtigen Gruppen einteilen konnte, und dann ging es gleich mit voller Konzentration los. Jeden Vormittag zwei Stunden Grammatik und zwei Stunden Konversation, das war der “Corso Standard“, man kann aber auch zusätzlich am Nachmittag die Schule besuchen, wenn man es intensiver betreiben will. Wir hatten das Gefühl, dass wir nach einigen Tagen bereits anfingen in Italienisch zu denken, denn alles um uns herum sprach Italienisch, in der Schule, in den Geschäften, beim Besuch der vielen Sehenswürdigkeiten; jede Frage, die wir hatten, stellten wir in Italienisch und die Antworten verstanden wir auch sehr bald. Sogar wir beide sprachen den Großteil der Zeit miteinander in dieser „lingua bellissima“. Mit dem „Istituto Il David“ waren wir sehr zufrieden, man hatte uns unserem Können gemäß eingegliedert und alle Lehrkräfte und Angestellten waren sehr liebenswürdig und behilflich. Auch macht die Schule viele zusätzliche Freizeitangebote, zum Teil gratis, zum Teil sehr preiswert, von Sport, Kino bis Stadtführungen oder Ausflügen. Auch wir nützten das eine oder andere Angebot. Da wir nur zwei Wochen (die meisten waren vier Wochen oder länger) dort waren, hatten wir nur ein freies Wochenende. Am Samstag fuhren wir beide mit dem Bus nach Siena und erlebten einen sehr schönen Tag in dieser wunderbaren Stadt. Am Sonntag machten wir dann einen Ausflug in die Cinque Terre. Diese Reise wurde von allen Italienischschulen in Florenz gemeinsam veranstaltet und wir lernten auch viele „studenti“ von den anderen Schulen kennen und auch diese berichteten nur positive Dinge von ihren Instituten.

Nun könnten wir noch viel von den wunderschönen Dingen erzählen, die wir erlebt und gesehen haben, von den herrlichen Kirchen in Florenz und Siena, von den Uffizien und der Galleria dell’Accademia, wo das Original von Michelangelos David steht, von dem Ausflug in die Cinque Terre, der schön wie ein Traum war, und auch noch, dass wir das Grabmal von dem von uns verehrten Sandro Botticelli in der Kirche Ognissanti aufgespürt haben. Eine Steinplatte im Boden, vorne, rechts vom Hauptaltar, mit seinem wirklichen Namen: Alessandro Mariano Filipepi erzählt, dass er hier begraben ist. Da Italien jedoch so viele wunderschöne und interessante Städte hat und es überall Sprachschulen gibt, können wir nicht nur Florenz, sondern das ganze bell`Italia empfehlen.

Frieda Trink und Waltraud Truntschnig