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Erfahrungsberichte

E.Sti.Ve (Feltre)

Ziel meiner ersten Sprachferien im Spätsommer 2012 war Feltre, eine kleine Stadt 30 km westlich von Belluno und ca. 100 km nördlich von Venedig.

Feltre hat einen interessanten alten Stadtkern, auf einem Hügel gelegen, mit vielen schönen Häusern aus dem Mittelalter. Für „Kulturhungrige“ werden zwei Museen sowie eine „Galleria d’Arte Moderna“ geboten. Sogar eine kleine „Area Archeologica“, zu Füssen der Altstadt gelegen, gibt es. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt kann man zumeist kostenlos besuchen. Sie werden von Führern mit viel Enthusiasmus und Wissen vorgestellt. Diese Kulturinitiative dauert jeweils von Juli bis Oktober und findet wöchentlich zumeist an Samstagen und Sonntagen statt.

Die Sprachschule von Feltre mit dem  etwas sperrigen Namen „e.sti.ve“, was für EuroStudiVeneto steht, ist klein und familiär. Ich habe mich sofort wohl und willkommen gefühlt. Gleich am ersten Abend bei einem gemeinsamen Abendessen hatten wir Gelegenheit uns untereinander und auch einen Teil der Lehrer kennenzulernen. Es wurde von Anfang an konsequent nur Italienisch gesprochen, aber immer darauf geachtet, dass wichtige Informationen und Inhalte von allen verstanden werden.

Nach einem Einstufungstest folgte die individuelle Gruppenzusammenstellung. Der Unterricht fand Montag bis Freitag von 9,00 bis 13,00 Uhr, unterbrochen von zwei Pausen, statt und war gegliedert in Grammatik sowie Wortschatz und Konversation. Die einzelnen Gruppen waren sehr klein, und umfassten maximal fünf Personen.

Mir hat der Unterricht sehr gut gefallen. Es gab von der Schule bestens zusammengestellte einfache Unterrichtsmaterialien und sehr gute Übungen, die als Hausübung aufgegeben wurden. Im detaillierten Grammatikunterricht, der niemals langweilig war, lernten wir anhand von Beispielsätzen auch viel über die Ausdrucksweise in der italienischen Sprache.

Obwohl ich nur zwei Wochen in Feltre verbringen konnte – ich wäre gerne noch zwei weitere Wochen geblieben – habe ich viel dazugelernt.

Trotzdem sind Spaziergänge, Treffen in der Bar, kleine Einkaufsbummel oder auch die eine oder andere Siesta nicht zu kurz gekommen.

Die Sprachschule ist sehr gut organisiert und man findet mit allen Fragen und Wünschen immer ein offenes Ohr.

Die Schule bietet auch verschiedene Ausflüge in die Umgebung an. So fuhren wir einen Nachmittag nach Bassano del Grappa, wo wir u.a. die schöne Fußgängerbrücke aus Holz nach den Plänen von Palladio bewunderten.

Anderntags machten wir einen gemeinsamen Fußmarsch zum Santuario dei SS. Vittore e Corona einer Klosteranlage mit einer schönen romanischen Kirche, die armenische und orientalische Einflüsse aufweist und im Inneren vollständig mit Fresken bedeckt ist.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Sprachkurs, diesmal vielleicht bei „e.sti.ve“ in Treviso. Wenn Sie sich näher über „e.sti.ve“ informieren wollen: www.italiaservice.com/eurostudi.

Barbara Leber