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500 Jahre Klagenfurt

Italienische Bauhandwerker in Kärnten
Ein Streifzug von der Romanik bis ins 20. Jahrhundert

Dr. Wilhelm Deuer
Mittwoch, 13. Juni 2018 um 19 Uhr

Kärntner Landesarchiv

St. Ruprechterstrasse 7

9020 Klagenfurt

Zumindest an den großartigen Stifts- und Domkirchen der Hochromanik dürfen wir schon italienische Bauhandwerker vermuten, wenngleich ohne archivalische Nachweise nur aufgrund stilistischer Übereinstimmungen. Im 16. Jahrhundert ändert sich das Bild: Nunmehr verdrängen oberitalienische Steinmetzen und Festungsbauer die einheimischen Bauleute für einen längeren Zeitraum vom Markt.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich das am Ausbau von Klagenfurt zur ständischen Residenz und Hauptstadt. Aber auch im Schloss von Spittal sind direkte oberitalienische Einflüsse feststellbar.
Im 19. Jahrhundert, vor allem in der Zeitspanne, in der das Königreich Venetien zu den habsburgischen Ländern gehörte (1815 – 1866), bestimmten Baumeister und Steinmetze vor allem aus der Gegend um Osoppo und Gemona das heimische Baugeschehen (Venchiarutti & Co.). Nicht nur viele ihrer Werke blieben erhalten, sondern auch manche Namen begegnen uns in Kärnten und der Steiermark bis zum heutigen Tage (z.B. Madile, Faleschini, Felice).

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