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Pompeji in Leben und Kunst

Ist der Titel des Vortrages von Frau Dir. Dott. Clara Bencivenga Trillmich, die seit dem 20. Januar 2013 das italienische Kulturinstitut in Wien leitet; davor hat sie bereits an den Kulturinstituten in Berlin, Kopenhagen und Madrid gearbeitet. Die Referentin, die in Neapel geboren wurde, hat dort auch Archäologie studiert und war im Kultusministerium als Inspektorin für die Denkmalpflege zunächst in Salerno und dann in Neapel tätig; sie ist somit eine profunde Kennerin der Materie.
In ihrem Vortrag will sie entscheidende Momente in der Geschichte der Stadt hervorheben, wobei sowohl das tägliche Leben wie auch die Kunstwerke Beachtung finden werden. Alle diese Elemente sind erforderlich, um sich ein wahres Bild von Leben und Kunst im antiken Pompeji und darüber hinaus in der antiken Welt machen zu können.

Anlass für diesen Vortrag ist die Ausstellung – POMPEJI – Leben auf dem Vulkan  die noch bis 23. März 2014 in der Kunsthalle der Hypokultur-Stiftung in München (Theatinerstraße 8; täglich von 10 – 20 Uhr) zu sehen ist.

Im Mittelpunkt der Schau stehen der Mensch und sein Leben im Schatten des Vesuvs, das seit jeher bestimmt ist von der Gefahr der drohenden Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche. Dennoch entstand hier eine faszinierende Kulturlandschaft, die von der Vorgeschichte über die römische Zeit bis heute prosperiert. Die fruchtbaren Hänge des Berges ließen die Menschen immer wieder zurückkehren.
Der verheerende Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. löschte binnen kürzester Zeit das Leben in Pompeji und in den umliegenden Orten wie Herculaneum und Stabiae aus. Er begrub diese komplett unter meterhohen Schichten von Asche und Bimsstein. Für die Nachwelt wurde so ein unermesslicher Schatz bewahrt.
Das Spektrum der Exponate erstreckt sich von dem komplett erhaltenen Inventar einer bron-zezeitlichen Hütte bis hin zur prachtvollen Ausstattung eines pompejanischen Stadtanwesens, dem sogenannten Haus des Menander.
Rund 260 Exponate geben einen umfassenden Einblick in das Leben an den Hängen des Vulkans. Originale Wandmalereien, Bronze- und Marmorskulpturen, sowie Goldschmuck und Silbergeschirr lassen neben Alltagsgegenständen die Städte am Vesuv wieder auferstehen. Berühmte Exponate, wie einer der bronzenen Läufer aus Herculaneum, stehen neben neu entdeckten Objekten der vergangenen Jahre. Hierzu zählt auch eine 24 Meter lange Mosaik-Brunnenwand aus einem Nymphäum im Ort Marsa Lubrense, gelegen an der Südspitze des Golfs von Neapel. Die Hälfte dieses prächtigen Mosaikensembles wird anlässlich der Ausstellung restauriert und erstmals in München der Öffentlichkeit präsentiert.
Die Ausstellung zeigt aber auch, wie der erstaunliche Erhaltungszustand der Städte rund um den Vesuv die Zeitgenossen im 18. und 19. Jahrhundert faszinierte. Die Wiederentdeckung löste einen neuen Höhepunkt der Antikenbegeisterung nördlich der Alpen aus.

Die Dante Alighieri Gesellschaft Klagenfurt plant am Montag, dem 10. und Dienstag, dem 11. Februar 2014 (das ist während der Semesterferien) eine Fahrt zu dieser Ausstellung.
Abfahrt am Montag in der Früh mit dem Zug nach München; nach einem kurzen Stopp im Hotel, steht die Führung durch die Ausstellung am Nachmittag auf dem Programm.
Der Montagabend und der Vormittag des Dienstag stehen zur freien Verfügung.

Die Fahrt wird bei einer Mindestteilnehmerzahl von 20 Personen durchgeführt; Interessenten werden um eine sehr rasche Anmeldung gebeten, da nicht nur das Hotel, sondern auch die Führung rechtzeitig gebucht werden müssen.

Zu diesem Zeitpunkt sollten auch die Kosten schon genau feststehen.